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Die Beschaffungslage in China - TREEEC

03.04.2020 / Martin Troll

Die Beschaffungslage in China

Aktuelle Informationen

Heute geht es weniger um die Preise und Verfügbarkeiten als um die Qualität. Seit die chinesische Regierung die Exportregulierungen für Masken und anderes medizinisches Material und Equipment am 1. April geändert hat, können de facto nur Firmen exportieren, die auf einer Whitelist stehen. D.h. Firmen müssen bereits in China beim Export zeigen, dass nötige Zertifizierungen, etc. vorhanden sind.

Dies ist grundsätzlich sehr gut, aber gerade viele Maskenhersteller sind junge Firmen mit wenig Erfahrung im internationalen Handel. Diese Firmen haben zwar Zertifikate und Testberichte, aber sehr oft die falschen! Ein „Klassiker“ sind die Zertifikate von ICR Polska (Warschau, Polen). Diese bestätigen eine „weitgehende“ Übereinstimmung mit EU Normen, z.B. EN149 für FFP2/3, aber eben keine vollständige. Zudem wurden von ICR Polska Testberichte, die von der jeweiligen Fabrik selbst erstellt wurden, akzeptiert. Und zu guter Letzt hat ICR Polska gar nicht die Akkreditierung, Masken wie FFP2/3 zu zertifizieren. D.h. diese Zertifikate sind alle ungültig aber in erheblicher Zahl im Markt.

ICR Polska und andere Zertifizierungsunternehmen haben viele Kunden gewonnen, indem sie Kunden ein CE Zertifikat innerhalb einer Woche, statt normalerweise etwa 6 Monaten, versprochen haben. Darauf sind viele Firmen hereingefallen.

Wir sind heute also sehr intensiv dabei „Papierkram“ zu erledigen und zu sehen, wie der Ex/Import unter den neuen Regeln technisch realisierbar ist – denn das Gros der Hersteller hat lediglich die chinesische Zertifizierung. Von uns werden nur Masken angeboten, die von seriöser Stelle zertifiziert sind.

Sollte es zu einer dramatischen Entwicklung von Infektionen kommen, müssen u.U. Kompromisse gemacht werden. Aber dann wird das mit TREEEC über das verbundene KTP Forschungsinstitut gemeinsam mit anerkannten deutschen Prüfstellen „Notzertifizierungen“ vorzunehmen versuchen.

Außerdem entscheiden wir am Montag, ob wir eine Produktionslinie für FFP2 Masken für etwa 6 Mio. Masken täglich nach Deutschland schaffen lassen. Die Maschinen und Anlagen dafür stehen bereit. Auch das unter der Voraussetzung schneller (deutscher) Zertifizierungsmöglichkeit. Der Standort dafür wäre im Land Brandenburg und alternativ in Sachsen-Anhalt. Das ist aber auch noch von der Zulieferung von zu verarbeitendem Material aus dem EU-Raum und vorzugsweise aus Deutschland abhängig. Unsere Beschaffung in Berlin ist dafür unterwegs.