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Die Beschaffungslage in China - TREEEC

08.04.2020 / Martin Troll

Die Beschaffungslage in China

Aktuelle Informationen

Nach dem Feiertag am Montag hier in China und vollem Programm bei uns gestern kommt heute wieder eine Information zur Beschaffungslage in China.

Es ist offiziell: Sinopharm kann im Moment und in absehbarer Zukunft keine Schutzmasken mehr anbieten! Sinopharm – als riesiger Staatsbetrieb – ist bzw. war sehr stark im Handel mit Schutzmasken. Das bedeutet, dass über die normalen Kanäle Masken jetzt nur noch sehr schwer zu beziehen sind.

Es bestehen noch Kapazitäten, aber es wird zunehmend schwerer

In unserem Beschaffungsnetzwerk sehen wir noch Kapazitäten, aber gute Ware können auch wir fast nur noch von Zwischenhändlern oder Mittelsmännern bekommen, die mehr oder weniger eng mit der Produktion verbunden sind und sich Kapazitäten gesichert haben. Uns wird aber auch bereits gebuchte Kapazität bzw. die Übernahme von Bestellungen angeboten – hier ist die Fabrik wohl mit dem Verkaufspreis nicht ganz zufrieden und einige Länder werden ihre bestellte Ware wohl nicht bekommen…

Fabriken werden temporär verstaatlicht

Man wird sehen, wie die chinesische Regierung auf die Situation reagiert. Bisher hat diese u.a. Fabriken temporär verstaatlicht und die Produktion übernommen, um u.a. Staatsaufträge zu bedienen. Das mochten die Produzenten gar nicht, da sie nur etwas mehr als die Produktionskosten bezahlt bekommen haben. Die Produzenten haben daher ihre Kapazitäten bis in den Sommer hinein verkauft, so dass die Verstaatlichung so erschwert wird oder nicht mehr möglich ist. Hier wird man sich in Peking jetzt wohl etwas Neues ausdenken – oder genüsslich zugucken wie sich Europäer untereinander, Amerikaner und 80+ andere Länder um die Kapazitäten balgen und fleißig Geld in die mitgenommene Wirtschaft spülen.

„Vereinbarung“ der Bundeskanzlerin mit dem chinesischen Staatspräsidenten ist politisches Wunschdenken

Wenn, wie gestern berichtet wurde, Bundeskanzlerin Angela Merkel „durch ein Gespräch mit Chinas Präsident Xi erreicht (hat), dass Deutschland umfassend mit Schutzkleidung beliefert wird“, dann klingt das gut, erscheint aber, wie oben dargelegt, mehr als Wunschdenken und politische Erklärung denn als belastbare Vereinbarung. Die Beschaffungslage für Deutschland wird sich dadurch noch nicht entspannen. Andere Länder, ganz vorne die USA, agieren wesentlich direkter und aggressiver.

Produktionsanlage für Schutzmasken für Deutschland

Unsere Bemühungen und Verhandlungen um eine komplette Produktionslage für FFP2 Masken sind im Endstadium. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem Hersteller für Schutzmasken hier in China können wir auch auf profundes Know-how zurückgreifen. Jetzt liegt es an den Kollegen in Deutschland, ob eine Anlage dort kurzfristig in Betrieb gehen kann oder ob es in einem der anderen EU Länder schneller und besser gehen würde.

Beschaffungen auf dem Spotmarkt

Für den Bedarf von TREEEC RES:Q beschaffen wir inzwischen auch in Spotmengen Beatmungsgeräte, Isolierzelte für Betten und anderes benötigte medizinische Material, das zur Versorgung von Infektionspatienten und insbesondere älteren Menschen aus dem Mitgliederkreis von TREEEC in den für den Katastrophenfall vorbereiteten Notversorgungsstützpunkten erforderlich werden könnte. Hier gibt es immer wieder Angebote, es muss aber sofort der kauf abgewickelt werden, um nicht das Nachsehen zu haben.