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Die Beschaffungslage in China - TREEEC

10.04.2020 / Martin Troll

Die Beschaffungslage in China

Aktuelle Informationen

Heute hat, wie von uns erwartet, die chinesische Regierung wieder reagiert und die Exportkontrollen bei Masken und medizinischen Produkten weiter verschärft. Nach unserer ersten Abschätzung zielen diese neuen Regelungen aber lediglich darauf „Goldgräber“-Firmen den Export zu erschweren sowie der Bekämpfung von Fälschungen, gefälschten oder gekauften Zertifikaten und generell illegalen Aktivitäten. Für Firmen, die sauber arbeiten, ist die neue Regelung unproblematisch und wir erwarten keinerlei Beeinträchtigung.

Positivliste von akkreditierten Prüfstellen

China hat auch einen Informationsleitfaden zur Zertifizierung von Masken für den Export veröffentlicht, inklusive einer Positivliste von akkreditierten Prüfstellen. Dies sollte helfen Betrug unqualifizierter Prüfstellen einzugrenzen und Firmen helfen die richtigen (CE)-Zertifizierungen zu bekommen.

Von Herstellern verlangte Dokumente

Die Maskenhersteller haben aus den Erfahrungen mit einer Flut von Anfragen gerade von Spekulanten und unseriösen Firmen die Konsequenzen gezogen und verlangen schon vorab die Vorlage von Dokumenten und Nachweisen:

  • Firmenlizenz
  • Ein Video des Bargeldkontos der Firma des Käufers
  • Finanzbericht des vergangenen Geschäftsjahres
  • Rechnungsinformationen
  • Ziel(land) der Lieferung

Dies ist – und das ist kein verspäteter Aprilscherz – aktuell die Liste der Dokumente, die bei Herstellern von Gesichtsmasken von potenziellen Käufern angefragt werden. Ohne Beibringung dieser Dokumente führen viele Hersteller kein Verkaufsgespräch oder geben Informationen wie CE Zertifikate heraus.

Es gibt inzwischen viele Firmen, die die zögerliche Haltung der echten Käufer, 100% Vorkasse zu zahlen, ausnutzen und mit viel Bargeld jede verfügbare Kapazität kaufen. Viele Fabriken werden im Moment so schon von Dritten kontrolliert.

Trotzdem leichte Entspannung beim Angebot von Masken

Beim Angebot von Masken sehen wir – zumindest in unserem Netzwerk – eine leichte Entspannung mit kurzfristig verfügbaren Kontingenten von 1-3 Millionen Masken. Wir haben uns in den letzten Tagen intensiv darum bemüht, Zugang zu den vor-verkauften Kontingenten der Hersteller zu bekommen, die diese vor Angst vor der Verstaatlichung abgegeben haben. Die neue Situation spiegelt sich in den aktuellen Marktpreisen um 3 USD pro Stück wider.

Zum Schluss noch das jüngste Gerücht

Nebenbei: gestern habe ich das Gerücht gehört, dass Macron die 1 Milliarde Masken nur gegen Marktöffnung für Huawei 5G bekommen hat bzw. kaufen darf. Meiner Meinung nach ist da nichts dran, weil eigentlich kontraproduktiv für China. Aber man weiß nie. Geduld ist eine Tugend… die die Chinesen eigentlich „bis vor kurzem“ ganz gut beherrscht haben.

Wir wünschen ein frohes, erholsames und gesundes Osterfest!