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Die Beschaffungslage in China - TREEEC

21.04.2020 / Martin Troll

Die Beschaffungslage in China

Aktuelle Informationen

Wir sehen heute und in den letzten Tagen einen sehr starken Rückgang in der Verfügbarkeit von Meltblown (PPMB), dem Viren-Filtermaterial der Schutzmasken. Ohne dieses Rohmaterial ist eine Maskenproduktion für FFP2 oder FFP3 nicht möglich. Von 10 heute kontaktierten Maskenfabriken standen bereits 4 still, weil kein Meltblown mehr verfügbar war.

Der Preis von Meltblown ist in den vergangen Wochen von etwa 4000 Euro pro Tonne auf zum Teil 90.000 Euro pro Tonne (heute) gestiegen.

Die chinesische Regierung hat scheinbar viele Meltblown-Produktionsstätten geschlossen und/oder unter staatliche Kontrolle gestellt. Zudem ist SINOPEC nun zum Hauptproduzenten und „Verteiler“ dieses kostbaren Rohmaterials auserkoren worden. D.h. der gesamte chinesische Meltblown-Markt ist faktisch nun unter staatlicher Kontrolle. Ausländische Unternehmen dürften hiervon allerdings unbehelligt geblieben sein. Man kann aber davon ausgehen, dass nun Fabriken, die mit Meltblown beliefert werden wollen, bestimmte Vorgaben erfüllen müssen oder sogar nur Material für Staatsaufträge bekommen. Genaueres werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Generell kann man sagen, dass der Markt dadurch etwas sicherer und weniger volatil wird. Allerdings ist die große Frage, wie dann in Zukunft Masken gekauft werden können. Möglicherweise kann dies dann nur noch über staatliche Händler geschehen. Neben dem gestern erwähnten Shanghaier Hersteller Dasheng, wo scheinbar nun das gesamte Management hinter Gittern sitzt, ist auch noch bei mindestens 2 weiteren größeren Herstellern die bewaffnete (Militär-)Polizei einmarschiert und hat die Produktion übernommen.

Man scheint hier in Peking sehr nervös zu sein, dass Chinas Ruf durch das durchaus bunte, oft gierige und leider manchmal auch illegale Treiben am Maskenmarkt zu sehr beschädigt wird.